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Trockensteinmauer

Wenn Hände anpacken und Natur gewinnt: Spannendes Projekt in Gumpoldskirchen

Trockensteinmauer-Projekt stärkt Biodiversität in der Thermenlinie

In der Region Thermenlinie startet ein Gemeinschaftsprojekt zur Förderung der Biodiversität: In den kommenden zwei Jahren wird in Gumpoldskirchen, genauer gesagt entlang der Weinbergstraße Ortsausfahrt Mödling, eine Trockensteinmauer errichtet. Beteiligt sind Weinbäuerinnen und Weinbauern, Gemeindemitarbeiter sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen praxisnaher Kurse.

Trockensteinmauern erfüllen mehrere Funktionen: Sie sichern Hänge, gelten als besonders langlebig und bieten wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus wird mit dem Projekt ein traditionelles Handwerk gepflegt, das von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist.

Zum Auftakt nahmen Winzer aus Gumpoldskirchen sowie Bauhofmitarbeiter aus Traiskirchen an einem dreitägigen Praxiskurs teil. Ergänzt wurde das Programm durch einen Fachvortrag, bei dem die ökologische Bedeutung der Bauweise vermittelt wurde.

Unterstützt wird das Vorhaben durch den Biodiversitätsfonds sowie regionale Partnerorganisationen, darunter die Gemeinde Gumpoldskirchen, die Modellregion KLAR! Thermenlinie, der Biosphärenpark Wienerwald, ein Landschaftspflegeverein und Landimpulse. Ziel der Kooperation ist es, Wissen zu bündeln und die Bedeutung von Biodiversität und Kulturlandschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

„Die Trockensteinmauer ist eines von vielen Projekten zur gezielten Stärkung der Biodiversität in unserer Gemeinde“, wird Umweltgemeinderätin Maria von Balthazar zitiert. Ergänzend verwies die Geschäftsführerin der Modellregion Thermenlinie, Louisa Schauer, auf weitere Maßnahmen wie Naturwiesen, die Bekämpfung invasiver Neophyten und die Verbesserung des Mikroklimas.

Auch seitens der Projektverantwortlichen wird die Initiative als wichtiger Beitrag für Region und Weinbau gesehen. „Wir sind stolz, dieses UNESCO-Kulturgut in unserer Weinbauregion lebendig zu halten und gleichzeitig einen Beitrag für Natur und Landschaft zu leisten“, erklärten die Obleute Christoph Kainz und Natalie Scharschon.

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